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Pflicht nach HOAI: Bautagebuch auf öffentlichen Baustellen. Software für die Baustelle zur Digitalisierung des Baufortschritts

Nach der HOAI ist das Führen eines Bautagebuches Pflicht des Bauleiters oder ArchitektenEin Bautagebuch dient der Dokumentation des Entstehungsprozesses eines Hauses oder Gebäudes. Aber ist es wirklich notwendig?

Ja, die Bauleitung ist bei einer Vereinbarung des Leistungsbildes nach HOAI in der Regel verpflichtet, ein Bautagebuch zu führen. Dies wird in der Leistungsphase 8 „Objektüberwachung/ Örtliche Bauüberwachung“ festgeschrieben. Auch bei staatlichen Baumaßnahmen fordert der Bundesrechnungshof ab einem Auftragsvolumen von 50.000 € ein Bautagebuch.

Aber was gehört in ein Bautagebuch rein?

Neben allgemeinen Informationen wie dem Datum und Angaben zur Immobilie und dem Auftraggeber soll ein Bautagebuch natürlich Angaben zum allgemeinen Baufortschritt enthalten. Auch Informationen zum Wetter und der Witterung sind für die Beschreibung von Wichtigkeit, vor allem wenn sie Einfluss auf den Baufortschritt haben könnten. 

Aber auch die sich auf der Baustelle befindlichen Gewerke mit ihren anwesenden Arbeitern sollten in einem gut geführten Bautagebuch aufgelistet werden.

Dazu kommen dann Angaben über die jeweils verwendeten Materialien und benutzten Geräte. So können gleichzeitig die Baukosten überwacht werden.

Ein wichtiger Stellenwert kommt dem Bautagebuch auch bei der Dokumentierung von Mängeln, Schäden und von der Norm abweichenden Störungen zu. Diese erfolgt zu einem großen Teil durch Fotos und ist insbesondere von solchen Abschnitten wichtig, die zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr sichtbar sind, wie Elektroinstallationen, Fußbodenheizungen oder anderen Leitungen. 

Wie füllt man ein verpflichtendes Bautagebuch aus?

Während die Pflicht zum Führen einer Dokumentation des Bauablaufs klar von der HOAI dargestellt wird, so gibt es bezüglich der Form dieser Dokumentation keine genaueren Regelungen. Letztendlich sind die gängigen Optionen, das Bautagebuch schriftlich, also in Papierform, oder digital mittels einer Software oder per App zu führen.

Bei der schriftlichen Form wird der Vorteil der kostengünstigen Lösung meist durch den Nachteil des höheren Zeitaufwands aufgewogen. Das Ausfüllen von vorgefertigten Musterbögen kostet viel Zeit und hat einen enormen Aufwand zur Folge. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Dokumentation in Papierform nicht jedem gleichermaßen zur Verfügung steht, der aber gerade vielleicht akut Zugriff darauf benötigt. Außerdem wird die Dokumentation je nach Dauer des Bauvorhabens mit der Zeit auch immer schwerer und umfangreicher, denn Papier braucht Platz.

Diese Nachteile können durch die Nutzung von Software und Apps mehr als ausgeglichen werden, bei letzteren befindet sich die gesamte Ausstattung (Kamera, Stift und Papier) sogar in einem Gerät (dem Smartphone). Dadurch können mehrere Personen gleichzeitig Zugriff auf die Aufzeichnungen und Dateien haben. Fotos und andere Dokumente lassen sich gezielt bestimmten Tagen zuordnen. Zudem gestaltet sich der Aufwand auch viel geringer, indem beispielsweise sich immer wieder wiederholende Inhalte automatisiert hinzugefügt werden können, anstatt sie jeden Tag erneut von Hand einzuschreiben.

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